
Flyer von Friedberg verbinden: Der Flyer ruft zur Unterstützung der Bürgerinitiative auf, die sich für den Tunneldurchstich einsetzt. Mit dieser zusätzlichen Fußgänger- und Fahrradunterführung würden die, durch die Eisenbahn getrennten Stadtteile von Friedberg, besser miteinander verbunden werden. © ADFC Bad Nauheim (Paul Hilmer)
Erfolgreiches Bürgerbegehren zur Fuß- & Radwegeunterführung am Bahnhof Friedberg
Das Bürgerbegehrens zur stadtteilverbindenden Fuß- und Radwegeunterführung am Bahnhof Friedberg ist erfolgreich.
Das Bürgerbegehrens zur stadtteilverbindenden Fuß- und Radwegeunterführung am Bahnhof Friedberg ist erfolgreich. Bis zum 6. November 2025 wurden 3.700 Unterschriften eingereicht – deutlich mehr als die für Friedberg erforderlichen 2.150 Unterstützungen, die zehn Prozent der bei der letzten
Kommunalwahl Wahlberechtigten entsprechen.
Friedberg erlebt gelebte Demokratie – erstes Bürgerbegehren der Stadt als positive Erfahrung
In nur vier Wochen wurden jeweils samstags auf dem Elvis-Presley-Platz und an verschiedenen Orten im Stadtgebiet Unterschriften zur Unterstützung des Bürgerbegehrens gesammelt.
Ein besonderer Dank gilt allen engagierten Mitgliedern der Bürgerinitiative, die mit ihrem außergewöhnlichen Engagement den Erfolg möglich gemacht haben.
Das Bürgerbegehren
Die Stadtverordnetenversammlung hat am 11.09.2025 mit knapper Mehrheit beschlossen, die Planung einer neuen Unterführung am Bahnhof zu beenden und stattdessen lediglich die bestehende „Große Unterführung“ in der Fritz-Reuter-Straße zu prüfen. Mit dem Bürgerbegehren wird gefordert, dass diese Entscheidung zurückgenommen und die ursprüngliche Planung fortgeführt wird.
„Wir wollen, dass die Bürgerinnen und Bürger selbst entscheiden können, ob sie die Unterführung wollen oder nicht,“ erklärt Lars Grünewald. „Ein Bürgerentscheid gibt uns allen die Möglichkeit, das Gesamtbild der Stadt zu erfassen – und nicht nur eine knappe Abstimmung im Stadtparlament.“
„Mir geht es darum, mehr Mut für die Zukunft Friedbergs einzufordern,“ betont Ulrike Fuchs. „Wir lassen uns nicht von der Befürchtung verunsichern, die Unterführung könne andere Projekte gefährden. Sie ist ein eigenständiger, wichtiger Schritt für unsere Stadtentwicklung.“
Der Tunneldurchstich
Die geplante Unterführung bietet entscheidende Vorteile: eine sichere, barrierefreie Verbindung zwischen Kernstadt und Fauerbach, kürzere Wege zu Einkaufsmöglichkeiten und zum Friedhof, eine bessere Anbindung für Rad- und Fußverkehr sowie einen klaren sozialen Mehrwert für ältere Menschen, Schülerinnen und Schüler und Pendelnde.
„Für mich stehen die praktischen Vorteile im Vordergrund,“ sagt Michael Freund. „Die Unterführung ist ein echter Game Changer: Sie bringt Sicherheit, Barrierefreiheit und bessere Wege – das sind handfeste Verbesserungen für den Alltag vieler Menschen, gerade für Ältere, Schüler und Pendler.“
Die Initiatoren sind zuversichtlich, dass ihr Anliegen in weiten Teilen der Bevölkerung auf Unterstützung stößt. Alle Friedbergerinnen und Friedberger sind eingeladen, sich aktiv einzubringen.
Wie geht's weiter?
Die Stadtverwaltung wird über die nächsten Schritte informieren, nach § 8b HGO gehen die Initiatoren von folgendem Verfahren aus:
Nach Ablauf der Frist und Einreichung der Unterschriften wird das Bürgerbegehren in der nächsten planmäßigen Sitzung der Stadtverordnetenversammlung, vermutlich am 11.Dezember 2025, behandelt. Zunächst steht die Prüfung der Zulässigkeit an – eine rechtliche, keine politische Entscheidung. Dabei wird überprüft, ob ausreichend gültige Unterschriften vorliegen, die
Fristen eingehalten und die formalen Voraussetzungen erfüllt wurden.
Wird das Bürgerbegehren als zulässig anerkannt, entscheidet die
Stadtverordnetenversammlung, ob sie dem Begehren entspricht.
<ul><li>Bei Zustimmung: Das Bürgerbegehren gilt als angenommen, ein Bürgerentscheid entfällt.</li><li>Bei Ablehnung: Es folgt ein Bürgerentscheid, der frühestens drei und spätestens sechs Monate nach dem Beschluss stattfinden muss.</li></ul>Die Initiatoren hoffen, dass das Bürgerbegehren nach der knappen Abstimmung am 11.September 2025 den Bürgerwillen deutlich macht – und dass alle Fraktionen verantwortungsvoll damit umgehen.
Social Media Kanäle
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Spenden
Das Bürgerbegehren kostet Geld für Druckkosten, Material und so weiter. Für finanzielle Unterstützung des Bürgerbegehrens führt der VCD Wetterau-Vogelsberg ein Spendenkonto:
Verkehrsclub Deutschland Kreisverband Wetterau/Vogelsberg e.V.
IBAN DE90 5185 0079 0105 0013 39
Sparkasse Oberhessen
Verwendungszweck "Spende Bürgerbegehren Zum Bahnhofsdurchstich – Friedberg verbinden"
Der VCD ist als gemeinnützig anerkannt, Spenden können daher steuerlich abgesetzt werden. Bis zu einem Betrag von 300€ reicht dafür idR. der Überweisungsbeleg/Kontoauszug.
Kontakt
Für weitere Infos, Anfragen usw. bitte E-Mail an: info@friedberg-verbinden.de
Vertrauenspersonen: Lars Grünewald, Ulrike Fuchs, Michael Freund
Pressespiegel
Tunnel in Friedberg: Bürger begehren auf (Wetterauer Zeitung, 28.9.2025)
Unterschriftensammlung für Bürgerbegehren gestartet (Wetterauer Zeitung, 08.10.2025)
Tunnel-Begehren: Die Hälfte ist geschafft (Wetterauer Zeitung, 15.10.2025)
Tunnel Friedberg: BI reicht Unterschriften ein (Wetterauer Zeitung, 18.11.2025)

